Der schwarze Mann von Kummer
D-04626 Schmölln-Kummer nach Nitzschka
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An der Straße von Kummer nach Nitzschka befand sich während des Dreißigjährigen Krieges ein Lagerplatz von Soldaten. Einer von diesen hatte einen armen Mann ausgeraubt und sein Haus abgebrannt. Der Arme hatte ihn verflucht. Die Seele des Mordbrenners solle nach dessen Tod dort an der Straße in Gestalt eines schwarzen Mannes ruhelos umherwandeln. Viele Leute wollen das Gespenst gesehen haben. Ein Bürger aus Kummer glaubte nicht an diese Erscheinung. Er war schon oft auf dieser Straße und hatte nichts gesehen. Als er wieder einmal in der Nacht am verrufenen Platz vorbeikam, setzte sich auf sein Gespann ein schwarzer Mann. Der Wagen wurde immer schwerer, sodass die Pferde schließlich stehen bleiben mussten. Der furchtlose Fuhrmann drehte sich um und gab der schwarzen Gestalt eine Ohrfeige. Diese verschwand, aber der Fuhrmann erhielt von unsichtbarer Hand eine gewaltige Maulschelle zurück. Er musste seinen Wagen stehen lassen, ging zu Fuß nach Kummer zurück. Er erzählte alles seiner Frau, und starb nach neun Tagen.
(Herbert Feustel in „OVZ, Heimatgeschichte“, 24.04.07)

Landkreis:
Altenburger Land