Die Staumauer

und der Teich


Der Staudamm wurde wahrscheinlich um 1190 errichtet. Er ist eines der ältesten technischen Denkmale Deutschlands.

Durch das Anstauen des Hellwiesenwassers entstand ein großer Teich. Die ursprüngliche Wasserfläche wird größer gewesen sein, als es der Kleine Teich und der Große Teich heute zusammen sind.

Der Staudamm ist 4 m hoch, 16 m lang und besitzt eine 60 cm breite Krone. Als Baumaterial wurde Porphyritbruchstein und Lehmschüttung verwendet.

Heute ist der Staudamm kaum sichtbar. Er liegt unter den Grünanlagen der Torgasse zwischen Marienbad und Kunstturm.

Dieser Teich diente der Fischwirtschaft, trieb Mühlen an und wirkte als Wehranlage. Durch die Höhe der Staumauer konnten oberschächtige Wasserräder verwendet werden. Das Anstauen des Wassers führte auch zu einer Entsumpfung des Tales. Dieser Aspekt war für den Bau der Staumauer sicherlich mit von Bedeutung. Bis zu diesem Zeitpunkt waren im Tal Sümpfe und Teiche vorhanden, die eine Besiedlung dieses Gebietes verhinderten.

Die Staumauer ist mehrfach restauriert worden. Im Stadtrecht, aufgeschrieben 1256, heißt es: „Was durch Zurückgehen des Teiches ausgetrocknet worden ist, soll, solange es trocken ist, zu euren Weiden gehören“. Die Bürger Altenburgs durften also dort ihr Vieh weiden.

Im 15. Jahrhundert wurde der Teich getrennt. Zwischen beiden Teichen wurde ein Steindamm von 2 m Höhe errichtet. Dadurch liegt der Wasserspiegel des Großen Teiches 1,50 m über dem des Kleinen Teiches.

Ob Friedrich I. diesen Teich mit Staumauer bei seinem letzten Besuch 1188 schon gesehen hat, ist ungewiss. Aber zu seinem Plan des Ausbaues der Stadt und des Bergerklosters gehörte der Staudamm sicherlich.