Die Fischhälter


Die Fischhälter befinden sich unterhalb der Staumauer des kleinen Teiches.

Sie wurden im Zusammenhang mit der Errichtung von Staumauer und Teich errichtet. Dies kann man aus Urkunden aus den Jahren 1223 und 1226 aus dem Bergerkloster schlussfolgern. Sie wurden zur Bewahrung der im Herbst gefangenen Fische bis in das nächste Jahr genutzt. Die Fische dienten zur Nahrung und besonders zur Fastenspeise über den Winter. Die Fastentage betrugen in der Zeit Barbarossas 144 Tage im Jahr. An diesen Tagen durfte kein Fleisch gegessen werden.

Die Fischhälter wurden, sicherlich mit Umbauten, seit dieser Zeit fast ständig genutzt. Für die Einrichtung der Fischhälter wurden ursprünglich Eichenpfähle verwendet. Seit dem 18. Jahrhundert sind die Behälter durch Steindämme eingefasst.

Die Fischhälter müssen so tief sein, dass sie im Winter nicht einfrieren. Die gegenwärtig vorhandenen drei Behälter haben eine Tiefe von 1,5 m.

Die Fischhälter waren kaiserliches, kirchliches oder landesherrliches Eigentum. 1908 gingen die Altenburger Teiche mit Fischhälter in städtischen Besitz über. Nach Jahren des Verfalls werden diese Fischhälter heute wieder für ihren ursprünglichen Zweck genutzt.