Auf halber Höhe steht die Kirche, die leider bei der letzten Dachreparatur ihren Dachreiter eingebüßt hat, dadurch hebt sie sich kaum in der Silhouette des Dorfes ab. Andererseits kommt aber der noch schön erkennbare Charakter einer romanischen Saalkirche mit Chorapsis zur Geltung. Eine der ursprünglichen Fensteröffnungen hat sich in der Südwand erhalten. In der Kirche befindet sich ein kleiner Flügelaltar von 1617. Bemerkenswert daran ist, dass sich die Gemälde auf Metallplatten befinden. In unserer Region ist das recht selten. Einige deutsche und holländische Meister des 16. und 17. Jahrhunderts jedoch ( z. B. Adam Elsheimer ) verwendeten für kleinformatige Gemälde Kupfertafeln als Bildträger. Sie entwickelten dabei eine Maltechnik, die der Malerei einen emailleartigen Charakter verlieh und eine filigran detaillierte Darstellung ermöglicht. Obgleich unser Werk nicht von der Hand eines der großen Meister dieser Zeit ist, kommen die genannten Vorzüge solcher Maltechnik durchaus zur Geltung. Die Malerei des Altars zeugt von hoher handwerklicher und künstlerischer Meisterschaft. Der Künstler ist leider unbekannt. Die Mitteltafel des dreiflügeligen Gemäldes zeigt das Abendmahl. Lebhaft bewegt sind Jesus und die Jünger um den Tisch mit Brot und Osterlamm gruppiert. Die senkrechte Mittelachse der Darstellung wird von einem vor dem Tisch im Vordergrund stehenden Jünger beim Ausgießen des Weines und der segnenden Hand Jesu gebildet - ein Ausdruck der Wandlung von Brot und Wein als Kern der Bildaussage: " Das ist mein Blut des Neuen Testaments, welches vergossen wird für viele zur Vergebung der Sünden. " ( Matth. 26, 28 ). Deutlich ausgegrenzt sitzt als einziger des Tisches Judas, im gelben Gewand des Verräters, den Beutel mit den Silberlingen vor den Blicken der anderen Jünger verbergend. Im Hintergrund ist in einem Nebenzimmer die Fußwaschung dargestellt. Das Bild wird von goldgefassten Medaillons gerahmt. Die Innenseiten der beiden Flügel zeigen je drei Szenen der Passionsgeschichte: Ölbergsgebet, Verhör, Geißelung, Kreuztragung, Kreuzigung und Grablegung; die Außenseiten zeigen Petrus und Paulus, jeweils in einer Nische stehend.