Ortsgeschichte Förtha


Unterlagen über die Gründung des Ortes sind nicht zu finden. Es ist wahrscheinlich, daß die Besiedlung bis in die Eiszeit zurück geht und mit der Siedlung Eisenach eng verbunden ist.

Erste Nachrichten über Förtha wurden im Jahr 1073 unter dem Namen „Furt“ erwähnt. Im Jahr 1330 wird Förtha bei der Grenzbestimmung des hersfeldisch-frankensteinischen Wildbanns als „Furche“ bezeichnet (1440 und 1529 Fortte, 1447 Furtte, 1517 Fordt). Nach dem der Ort den Landgrafen gehörte, gehörte er - wahrscheinlich als Pfand - 1440 den Karthäuser Mönchen zu Eisenach.

In der Aufstellung von Abgaben an die Wartburg von Thomas v. Buttelstedt, ist von „Forrte“ die Rede. Die Herren von Herda hatten 1447 auch in Förtha Besitzungen. Bis 1754 gehörten auch einige Lehnstücke dem Adel von Lauchröden, andere gehörten der Pfarrei Marksuhl. 1447 hatte das Dorf 42 Häuser. 1855 gab es 361 Einwohner und 1879 382 Einwohner.

1858 wurde die Werrabahn eröffnet, was für die Region einen wirtschaftlichen Aufschwung brachte. Die Bahnstation „Epichnellen-Wilhelmsthal wurde 1896 in Betrieb genommen, die man später in Förtha umbenannt hatte. Von 1905-1910 wurde der Ausbau des Wartburgtunnels sowie der zweigleisige Ausbau durchgeführt.

Eine Erwerbsquelle für die Bewohner von Förtha war das Kupferbergwerk in Epichnellen. Das Bergwerk wurde wurde ca. 1650 gegründet. 1900 wurde es wieder stillgelegt. Seit 1904 gibt es eine zentrale Wasserversorgung.

Durch Bauernkriege aber hauptsächlich der 30jährige Krieg brachte Förtha erhebliche Zerstörung. Der 1. und 2. Weltkrieg brachte auch Opfer unter der Bevölkerung. 22 Menschen kamen im 1. Weltkrieg ums Leben, denen 1922 ein Kriegerdenkmal in der Nähe der Kirche gesetzt wurde. 32 Einwohner kostete der 2. Weltkrieg das Leben. Der Artilleriebeschuß der amerikanischen Truppen kostete noch einmal 4 Einwohnern das Leben. 14 deutsche Soldaten kamen bei der Verteidigung von Förtha ums Leben, obwohl die Einwohner schon eine weiße Fahne am Kirchturm befestigt hatten. Die gefallenen Soldaten hat man auf dem Friedhof beigesetzt und ein Gedenk- und Mahnmal aus Eichenholz errichtet.

1946 wurde Epichnellen eingemeindet und gehört seit 1952 zusammen mit Förtha zum Kreis Eisenach. 1988 hatte Förtha 873 Einwohnerund 214 Gebäude.

Nach der Wiedervereinigung ist Förtha ein Teil des Wartburgkeises im Freistaat Thüringen.

Heute leben in Förtha ca. 900 Menschen.