Maltis


Wer die Schönheit und die Weite des Altenburger Landes kennen lernen will, der kann dies ohne Zweifel am besten von Maltis aus erleben. Hier, von dem Höhenzug zwischen Pleiße und Sprotte, bietet sich ein wunderbarer Rundblick nicht nur auf die umgebende Landschaft. Die „weite Aussicht nach allen vier Himmelsrichtungen, besonders in das sächsische Gebirge (Erzgebirge)“ begeisterte bereits vor über einhundert Jahren Wanderer und Bewohner des kleinen Ortes gleichermaßen.

Wie bei vielen Dörfern Ostthüringens, so wird auch in Maltis die Ortsgründung den Slawen im 7. oder 8. Jahrhundert zugeschrieben. Dafür sprechen denn auch einerseits die Siedlungsnamen, der von Malota, einem Personennamen abgeleitet wird und andererseits ist die Rundlingform ganz tyisch für slawische Dörfer.

Erst 1586 wird davon bereichtet, dass in Maltis sechzehn Feuerstellen bestehen. Das bedeutet, dass hier zwar sechzehn Häuser mit Herdstellen vorhanden sind, doch ob diese nur in Anspann- oder Handgüter zu finden waren, darüber berichtet der Chronist nichts.

Bereits 1188 wird indes ein Rittergut in Maltis erwähnt, das 1455 ein Hans von Maltis verwaltet. Noch 1586 existiert das Gut als Vorwerk.

1517 müssen sich die Maltiser Bauern dem Schmöllner Bannmeilenrecht unterwerfen. Das bedeutet, dass sie um jeden Krug Bier in eine der Schmöllner Schenken laufen müssen. Darüber ärgern sich die Altenburger Brauherren wohl noch mehr als die Maltiser selbst, denn die Stadtbürger klagen deshalb 1537 beim sächsischen Kurfürsten mit dem Erfolg, dass sie rund einhundertdreißig Jahre (!) auf einen für sie halbwegs positiven und für die Maltiser recht günstigen Bescheid warten mussten.

1880 besteht das Dorf aus insgesamt zwei Anspann- und fünf Handgütern, einem Rittergut und elf nicht näher beschriebenen Gebäuden.