Sächsischer Bruderkrieg
D-04600 Altenburg
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Am 16. Juli 1445 war in Altenburg zwischen beiden Brüdern Friedrich II. und Wilhelm III. die Altenburger Teilung der wettinischen Herrschaftsgebiete beschlossen worden. Als Friedrich II. am 26. September 1445 in Leipzig den westlichen Teil und nicht die Markgrafschaft Meißen wählte, lehnte Wilhelm III. die Teilung rigoros ab. Er erreichte am 11. Dezember des gleichen Jahres im Kloster Neuwerk bei Halle (Saale) den so genannten Halleschen Machtspruch, an dem als Schiedsrichter der Erzbischof von Magdeburg, der Markgraf von Brandenburg und der Landgraf von Hessen aktiv mitwirkten. Dieser Machtspruch brachte die endgültige Entscheidung bei der Teilung Kursachsens in zwei Teile. Kurfürst Friedrich II. erhielt nun den östlichen und Herzog Wilhelm III. den westlichen Teil des Landes mit der alten Landgrafschaft Thüringen und Gebieten des Osterlandes. Doch auch durch diese schiedsrichterliche Landesteilung fühlte sich der junge ungestüme Herzog Wilhelm III. immer noch benachteiligt. Statt des durch die vorgenommene Teilung erhofften Friedens kam es zu einer Folge von mehreren, sich über fünf Jahre hinziehenden schwerer Fehden.
(Abb. Friedrich II. ["der Sanftmütige"], Kurfürst von Sachsen)

Landkreis:
Altenburger Land

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