Saara
D-04603 Saara
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Saara, Ortsteil von Lehndorf, liegt als Auesiedlung an der Pleiße Den Kern bildet ein Rundling, der um 1200 Zarowe hieß (altsorbisch Ort auf dem durch Brandrodung gewonnenen Neuland). 1445 gab es im Ort, der 2 Kretschame (Schenke) und eine Zollstätte besaß, 14 Bauerngüter. Die Dorfkirche aus dem. 12. Jahrhundert, ein einfacher Rechteckbau mit spitzem Dachreiter, erhielt durch spätgotische und barocke Veränderungen ihr heutiges Aussehen. Eine Eingangspforte am Hauptbau trägt die Jahreszahl 1522. Eine Rundbogentür wurde 1687 in die Nordseite eingefügt. Der Innenraum ist durch eine barocke Felderdecke mit biblischen Darstellungen geschlossen (um 1700). Die Kanzel stammt aus dem Jahr 1664, ein lebensgroßes Kruzifix von 1661. Die Säule der Kirchenmitte verzeichnet die Jahreszahl 1787, auf der Westseite die Initialen Mm SS, auf der Ostseite ZK BM. Die Kirchturmuhr hat eine Besonderheit, an Stelle von Zahlen steht die Buchstabenkombination NÜTZE DIE ZEIT. Jüngere Ortsausbauten erfolgten gegen Süden hin entlang der Maltiser Straße; denn infolge der Nähe des Lehndorfer Bahnhofes siedelten sich in Saara viele Auspendler an. Von überörtlicher Bedeutung sind für die Lieferung von Spezialbrotmehlen die Mühlenwerke Saara, deren große Gebäude bereits von der Bahnlinie aus auffallen. Neben der Landwirtschaft und der überregional bedeutsame Mühle besaß Saara einen größeren Landgasthof, eine Schmiede eine Stellmacherei und einen kleinen Laden. Eine Schule sowie ein Pfarramt gaben dem Ort weitere Bedeutung. Er ist heute Sitz einer Einheitsgemeinde, bestehend aus 25 Ortsteilen mit insgesamt 12.395 Einwohnern.
Kontakt:
Gemeindeverwaltung:
Alte Schule 42
D-04603 Saara
Fon:
0049/(0)3447/03 44 93
Stefan Etzold
Bürgermeister

Landkreis:
Altenburger Land