Rittergut Windischleuba
D-04603 Windischleuba
->in Karte anzeigen

 

Als Luben fand Windischleuba 1181/1214 im Zehntverzeichnis des Klosters Bosau erstmals Erwähnung. Die Wasserburganlage unterteilte sich in zwei von einander getrennte Inseln, welche durch eine Brücke miteinander verbunden waren und die der (Waal)-Teich umschloss. Auf der östlichen Insel lag das Schloss mit Wohn- und Wirtschaftsbereich und auf der westlichen Insel befand sich der Gutshof. Der Hauptzugang zum Schloss war über eine Brücke erreichbar.
Von 1455 an besaß die Familie des Hans von der Gabelentz (Sitz Poschwitz und Nobitz) das Gut. 1661 erlosch die Windischleubaer Linie derer von der Gabelentz. Der Besitz ging an die Familie von Zehmen, bevor die Familie von Lindenau Besitzer der Anlage wurden. 1880 erwarb der aus Niedersachsen stammende Börries Freiherr von Münchhausen (1845-1931), seine Mutter war eine geborene von der Gabelentz, einen Teil des Gutes. Im Zuge der Enteignung durch die Bodenreform fielen große Teile des damaligen Wirtschaftshofes dem Abriss zum Opfer. Der Waal ist heute nur in Resten am Schloss und im Hofteich vorhanden. Das Gebäudeensemble wird heute als Jugendherberge genutzt.

Landkreis:
Altenburger Land

Weiterführende Texte: