Residenzschloss Altenburg
D-04600 Altenburg
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Die Burg, auf einem steil aufragenden Porphyrfelsen gebaut, wirkt als eine in sich geschlossene Anlage und beherrscht mit ihrer Silhouette und ihren markanten Türmen das Altenburger Stadtbild. Sie entstand auf dem Platz einer ehemaligen slawischen Wallanlage, die in Resten nachgewiesen werden konnte. Der eigentliche Burgwardbezirk stieg im 12. Jh. in seiner Bedeutung als Kaiserpfalz. Von allen deutschen Herrschern war es Friedrich I. Barbarossa, der Altenburg am häufigsten besucht und viel für die Entwicklung der städtischen Anlage getan hat. Durch viele bauliche Veränderungen entwickelte sich die Burganlage immer mehr zu einem typischen Residenzschloss. Heute wird das Panorama des Schlosskomplexes besonders durch den Barockbau des Corp de logis und die imposante Schlosskirche mit spätgotischem Chor bestimmt.

1455 raubte Ritter Kunz von Kaufungen die beiden Prinzen des sächsischen Kurfürsten Friedrich des Sanftmütigen, Ernst und Albrecht, aus dem Altenburger Schloss, um seine Forderungen gegenüber dem Kurfürsten durchzusetzen (Altenburger Prinzenraub). Durch zahlreiche Teilungen im Thüringer Gebiet wurde Altenburg im Jahr 1603 mit der Gründung des Herzogtums Sachsen-Altenburg zur Residenzstadt. 1672 starb die Herzogsfamilie aus. Das Herzogtum wurde zwischen Sachsen-Gotha und Sachsen-Weimar aufgeteilt. Die Stadt selbst gehörte nun zu Sachsen-Gotha, das sich von nun an Sachsen-Gotha-Altenburg nannte. Nach dem Aussterben des Herzogshauses Gotha-Altenburg kam der Landesteil Sachsen-Altenburg durch den Teilungsvertrag von Hildburghausen 1826 an den bisherigen Herzog Friedrich III. von Sachsen-Hildburghausen, der als Herzog Friedrich von Sachsen-Altenburg die Stadt erneut zur Residenzstadt erhob (bis 1918).

Lage:
Zentrumsnähe

Landkreis:
Altenburger Land

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