Papierfabrik Fockendorf
D-04617 Fockendorf
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Bereits im Jahre 1692 entstand an der Stelle des ehemaligen VEB Papierfabrik Fockendorf südöstlich des Dorfes eine Papiermühle. Sie wurde neben einer schon 1445 nachweisbaren Mahlmühle errichtet. Nach 1900 gehörte die Papierfabrik zum Konzern Zellstofffabrik Waldhof. 1945 wurde der Betrieb verstaatlicht und nach erfolgtem Wiederaufbau nahmen 1947 zunächst 70 Arbeitskräfte ihre Tätigkeit auf. Im Laufe der Zeit erhöhte sich die Zahl der Belegschaft auf 360 Personen, davon waren mehr als die Hälfte Frauen. Rationalisierungsmaßnahmen führten zu einer starken Produktionssteigerung. Es wurden vor allem Papier- und Zementsäcke, Papiertüten, Einschlagpapier und Papierbindfaden für das Inland hergestellt. Der benötigte Sulfatzellstoff stammte außer von einheimischen Rohstoffen besonders aus Schweden und Finnland. Die Kohleversorgung erfolgte über eine eigene Werkbahn durch das Braunkohlenwerk Thräna. Das notwendige Wasser kam aus dem nahe gelegenen Staubecken Windischleuba. Eine 1892 m lange Drahtseilbahn, die schon 1898 angelegt wurde, verband eine werkseigene Ladehalle am Bahnhof Treben - Lehma unmittelbar mit dem Betrieb. Die Ortserweiterung von Fockendorf erfolgte vor allem zwischen dem Dorf und der Papierfabrik.

Landkreis:
Altenburger Land

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