Kotteritz
D-04603 Kotteritz
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Kotteritz befindet sich am linken Rand der Pleißeau. Der Weiler erfuhr um 1200 als Cotirdiz (altsorbisch Ort der Leute eines Chotirad) seine erste schriftliche Erwähnung. 1204 erhielt das Altenburger Bergerkloster hier 3 Hufen übereignet, und auch die Mühle gelangte in seine Hand. 1445 gehörten 4 Höfe zu dem kleinen Wohnplatz. Die Nähe Altenburgs, der Bahnanschluss, das Flusswasser und ebener Siedlungsraum auf der Pleißeterrasse bildeten wichtige Voraussetzungen für die Anlage eines Industriebetriebes. Als umfangreichstes Werk befand sich die Altenburger Wollspinnerei in der Pleißeaue (bis zur Schließung Mitte der 90er Jahre), das 1913 aus Altenburg hierher verlegt worden ist. Zu DDR-Zeiten war Kotteritz Kombinatsbetrieb, von hier aus wurde die gesamte Wollproduktion mit weiteren 7 Werken gesteuert. „ALWO“- Garne gingen in die ganze Welt. In den ehemaligen Werkhallen finden heute gelegentlich Diskoveranstaltungen statt. Das Dorf verfügt im 20. Jahrhundert über 3 großbäuerliche Höfe, eine Mühle, die gleichzeitig Ausstellungsbetrieb des Leipziger Holzbearbeitungsherstellers Kirchner war, und 2 Gaststätten. Eine Wohnsiedlung für Arbeiter stammt aus den zwanziger Jahren. Sie ist beispielhaft für diese Zeit im Stil von Gartenstädten angelegt.
Kontakt:
Gemeindeverwaltung Nobitz
Bachstraße 1
D-04603 Nobitz
E-Mail:
Website:
Fon:
0049/(0)3447/31 08 15
Fax:
0049/(0)3447/31 08 29
Martina Zehmisch
Bürgermeisterin Nobitz

Lage:
süd-östlich von Altenburg im äußersten Ostzipfel Thüringens nahe der Grenze zu Sachsen

Landkreis:
Altenburger Land
Verwaltungsstruktur:
Teil der Verwaltungsgemeinschaft Nobitz