Hellwiese
D-04600 Altenburg
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Der Name Hellwiese ist auf eine Bezeichnung in alten Stadtkarten zurückzuführen, in denen man das Tal der „Blauen Flut" als „Höllgrund" bezeichnete und die von beiden Bacharmen umflossene Fläche als Höllwiese. Das Gelände war nur wenig lukrativ und konnte aufgrund von regelmäßigen Überschwemmungen nur als Wiese bewirtschaft werden. Vermutlich ist in dieser Tatsache der Ursprung der Bezeichnung zu suchen. Im Lauf der Jahrhunderte wurde dann aus dem Begriff Höllwiese, Hellwiese. Während des wirtschaftlichen Aufschwungs in Altenburg am Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts hatte die Bürgerschaft ein Interesse an Grünzonen und Parkanlagen zur Gestaltung der freien Zeit entwickelt. Mit der Absicht, diesem Zeitgeist gerecht zu werden, kaufte die Stadt Altenburg die Hellwiese und schuf zwischen 1906 und 1914 eine Naherholungszone mit einer parkartigen Grünzone sowie Sportanlagen. Allerdings versumpfte das Gebiet nach dem Zweiten Weltkrieg immer mehr und die Natur eroberte sich ihren Lebensraum zurück. Bereits in den 1980er Jahren war die Wiese zeitweise knietief überschwemmt. Schließlich entwickelte sich durch die geringe Belastung durch äußere Störungen ein Biotop.

Heute ist das Gebiet der Hellwiese durch einen befestigten Weg gut geeignet für Spaziergänger und Radfahrer.

Landkreis:
Altenburger Land

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