Grabstätten
im Hain von Löbichau
D-04626 Löbichau
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Anna Charlotte Dorothea, die letzte Herzogin von Kurland, starb am 20. August 1821 in Löbichau. Ihre Begräbnisstelle in der Südwestecke am oberen Hain hatte sie zu Lebzeiten selbst bestimmt. Es ist die Anhöhe kurz vorm steilen Abhang am Grundstück von Siegfried Junghanns. Heute noch stehen dort uralte Rotbuchen. Ein zweites Grab im Hain von Löbichau war das „Schwedendenkmal“ für den Königl. Schwedischen Generalleutnant Baron Evert von Taube, der ein guter Freund der Herzogin Dorothea war. Das Grab befand sich an der Nordostecke des Hains am Ausgang unterhalb der Hainmühle nach Großstechau zu. Heute ist die Grabstätte zerstört, ein großes Trümmerstück des Obelisken befindet sich im Museum Posterstein. Die dritte Grabstätte befand sich mitten im Hain, wo später der Friedhof der adligen Stiftsdamen angelegt wurde. Es war das Grab des russischen Etatrates Scipio v. Piatoh. Er war der Erzieher der jüngsten Tochter Dorothea, die mit 15 Jahren im Jahre 1809 einen Neffen des französischen Fürsten Talleyrand heiratete. Piatolli war Mitverfasser der 1. Polnischen Verfassung vom 3. Mai 1793. Er starb 1813 in Löbichau und wurde in der Mitte des Hainfriedhofes in einer ausgemauerten, überwölbten Gruft begraben. Ein einfacher Gedenkstein zierte sein Grab. Später diente der Hainfriedhof Löbichau als Begräbnisplatz für die verstorbenen adeligen Damen aus dem Damenstift Tannenfeld. Die Grabsteine wurden im Jahre 1975 entfernt und die Hügel eingeebnet. Im und neben dem Hainfriedhof wurden auch die vielen Toten vom ehemaligen Pflegeheim Gera-Tinz beigesetzt, das kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges durch einen Bombenangriff zerstört worden war.

Landkreis:
Altenburger Land

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