Familie von der Gabelentz
D-04600 Altenburg
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Die älteste urkundliche Erwähnung eines Albrecht von der Gabelentz „zu Boschwitz“ stammt von 1431, aber der Stammbaum lässt sich noch bis ins 14.Jh. zurückverfolgen. Erwähnung verdient aus dieser Ahnenreihe Christoph Friedrich von der Gabelentz (1710-1794), der in württembergischem Dienst zum Generalleutnant und Gouverneur der Festung Hohentwiel avancierte und - als Kommandeur des Regiments, in dem Schillers Vater als Feldarzt diente - Taufpate und damit vermutlich Namenspatron Friedrich Schillers wurde. Im folgenden Jahrhundert war es Hans Carl Leopold von der Gabelentz (1778-1831), der im Revolutionsjahr 1830 die Verhandlungen zwischen der Regierung und dem „provisorischen Bürgerausschuss“ über eine neue Verfassung leitete. Er gehörte auch zu den vier oder fünf Altenburger Bürgern, die zwischen 1810 und 1817 das Skatspiel erfanden, das sich sehr bald zum beliebtesten deutschen Kartenspiel entwickelte. Sein Sohn Hans-Conon von der Gabelentz (1807 – 1874) war einer der bedeutendsten Sprachforscher seiner Zeit. Die Angehörigen der Gabelentz-Familie widmeten im 20. Jahrhundert ihr Leben der Kunstgeschichte. Von 1912 bis 1933 war Albrecht (1873-1933), Georgs ältester Sohn, Direktor des Lindenau-Museums, später, ab 1951, wurde das Museum von Hanns-Conon (1892-1977) geleitet.

Landkreis:
Altenburger Land

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